Menschenrechtskalender

August 2021

Wussten Sie, dass am 1. August 1944 Anne Frank ihren letzten Eintrag in ihr Tagebuch geschrieben hat? 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt am Main geboren. 1933 floh sie mit ihrer Familie nach Amsterdam (Niederlande). Hier versteckte sie sich mit Familien- mitgliedern und Bekannten von 1942 bis 1944 vor den Nationalsozialisten in einem Teil eines Hinter- hauses. 1944 wurden sie entdeckt und zunächst nach Auschwitz deportiert. Kurz vor Kriegsende im März 1945 starb sie als 15jährige im Konzentrationslager in Bergen-Belsen. Miep Gies eine Helferin der Familie nahm das Tagebuch vor dem Zugriff der Gestapo an sich und übergab es nach dem Krieg Annes Vater Otto Heinrich Frank. Er war der einzige Überlebende der Familie und veröffentlichte später die Aufzeichnungen seiner Tochter Anne. Das Tagebuch wurde in 70 Sprachen übersetzt und von der UNESCO 2009 in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Wussten Sie, dass am 9. August der Internationale Tag der indigenen Völker begangen wird? Nach Angaben der Vereinten Nationen werden weltweit ca. 370 Millionen Menschen indigenen Bevölkerungsgruppen zugerechnet. Bekannte Beispiele sind die Aborigines in Australien, Inuit in Alaska, Maori in Neuseeland, Adivasi in Indien und Samen in Teilen Skandinaviens. Es gibt wohl an die 5000 Kulturen, die in 90 verschiedenen Staaten leben. „Ihre Lebensgrundlage ist bedroht: durch den zunehmenden Abbau natürlicher Ressourcen, die Folgen des Klima- wandels und die fehlende Anerkennung ihrer Rechte. Darauf macht jedes Jahr am 9..August der UN-Tag der indigenen Bevölkerungen aufmerksam.“ bpb.de/politik/…/indigene-bevoelkerungen Wussten Sie, dass mit dem 13. August 1961 der Mauerbau in Berlin begann? Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde Deutschland 1945 in vier Besatzungszonen aufge- teilt. Diese wurden von den alliierten Siegermächten USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich verwaltet. Dementsprechend wurde die Stadt Berlin in vier Sektoren aufgeteilt. 1961 beschloss die oberste Partei- und Staatsführung der DDR, die eigenen BürgerInnen daran zu hindern, ihr Land zu verlassen. Es wurden Absperr- anlangen entlang der Grenze zu Westdeutschland errichtet und in Berlin wurde am 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Im November 1989 begann der Anfang vom Ende der deutschen Teilung. Die Öffnung der Grenze an der Berliner Mauer war Ausgangspunkt für die friedliche deutsche Wieder- vereinigung am 3. Oktober 1990. Wussten Sie, dass am 28. August 1963 der Marsch auf Washington stattfand? Eine politische Demonstration in den Vereinigten Staaten und einer der Höhepunkte der amerikanischen Bürgerbewegung. Ca. 200 000 Menschen, darunter viele mit weißer Hautfarbe versammelten sich vor dem Lincoln Memorial in Washington und forderten das Ende der Rassendiskriminierung in den Vereinigten Staaten. Hier hielt Martin Luther King seine berühmt gewordene Rede „I have a dream“. Aktuelle Forderungen waren die soziale, ökonomische, politische und rechtliche Gleich- stellung der Afroamerikaner. Dieser Tag brachte keine direkten politischen Ver- änderungen, hatte jedoch eine hohe symbolische Bedeutung. Die hohe Medien- präsenz sowohl in den USA als auch in Europa trug mittel- und langfristig zu einem neuen Problembewusstsein bei. Möchten Sie mehr erfahren? Die Jugendstiftung Baden-Württemberg hat auf ihrer Internetseite einen sogenannten Menschenrechtskalender eingestellt. Hier können Sie Wissenswertes und Interessantes zu jedem Tag im Jahr erfahren: jugendnetz.de/.../menschenrechtskalender/ caritas informiert | 9.8.2021 Ansprechpartnerin: Irmgard Hillesheim Tel. 02632 — 25 02-26 hillesheim-i@caritas-andernach.de

Menschenrechtskalender

August 2021

Wussten Sie, dass am 1. August 1944 Anne Frank ihren letzten Eintrag in ihr Tagebuch geschrieben hat? 1929 wurde Anne Frank in Frankfurt am Main geboren. 1933 floh sie mit ihrer Familie nach Amsterdam (Niederlande). Hier versteckte sie sich mit Familien- mitgliedern und Bekannten von 1942 bis 1944 vor den Nationalsozialisten in einem Teil eines Hinterhauses. 1944 wurden sie entdeckt und zunächst nach Auschwitz deportiert. Kurz vor Kriegsende im März 1945 starb sie als 15jährige im Konzen- trationslager in Bergen-Belsen. Miep Gies eine Helferin der Familie nahm das Tagebuch vor dem Zugriff der Gestapo an sich und übergab es nach dem Krieg Annes Vater Otto Heinrich Frank. Er war der einzige Über- lebende der Familie und veröffentlichte später die Aufzeichnungen seiner Tochter Anne. Das Tagebuch wurde in 70 Sprachen übersetzt und von der UNESCO 2009 in das Weltdokumentenerbe aufgenommen. Wussten Sie, dass am 9. August der Internationale Tag der indigenen Völker begangen wird? Nach Angaben der Vereinten Nationen werden weltweit ca. 370 Millionen Menschen indigenen Bevölkerungsgruppen zugerechnet. Bekannte Beispiele sind die Aborigines in Australien, Inuit in Alaska, Maori in Neuseeland, Adivasi in Indien und Samen in Teilen Skandinaviens. Es gibt wohl an die 5000 Kulturen, die in 90 verschie- denen Staaten leben. „Ihre Lebensgrundlage ist bedroht: durch den zunehmenden Abbau natürlicher Ressourcen, die Folgen des Klimawandels und die fehlende Anerken- nung ihrer Rechte. Darauf macht jedes Jahr am 9..August der UN-Tag der indigenen Bevölkerungen aufmerksam.“ bpb.de/politik/…/indigene-bevoelkerungen Wussten Sie, dass mit dem 13. August 1961 der Mauerbau in Berlin begann? Nach Ende des 2. Weltkrieges wurde Deutschland 1945 in vier Besatzungszonen aufgeteilt. Diese wurden von den alliierten Siegermächten USA, UdSSR, Großbritannien und Frankreich verwaltet. Dementsprechend wurde die Stadt Berlin in vier Sektoren aufgeteilt. 1961 beschloss die oberste Partei- und Staats- führung der DDR, die eigenen BürgerInnen daran zu hindern, ihr Land zu verlassen. Es wurden Absperranlangen entlang der Grenze zu Westdeutschland errichtet und in Berlin wurde am 13. August 1961 mit dem Bau der Berliner Mauer begonnen. Im November 1989 begann der Anfang vom Ende der deutschen Teilung. Die Öffnung der Grenze an der Berliner Mauer war Ausgangspunkt für die friedliche deutsche Wieder- vereinigung am 3. Oktober 1990. Wussten Sie, dass am 28. August 1963 der Marsch auf Washington stattfand? Eine politische Demonstration in den Vereinigten Staaten und einer der Höhepunkte der amerikanischen Bürgerbewegung. Ca. 200 000 Menschen, darunter viele mit weißer Hautfarbe versammelten sich vor dem Lincoln Memorial in Washington und forderten das Ende der Rassendiskri- minierung in den Vereinigten Staaten. Hier hielt Martin Luther King seine berühmt gewordene Rede „I have a dream“. Aktuelle Forderungen waren die soziale, öko- nomische, politische und rechtliche Gleich- stellung der Afroamerikaner. Dieser Tag brachte keine direkten politischen Ver- änderungen, hatte jedoch eine hohe symbolische Bedeutung. Die hohe Medien- präsenz sowohl in den USA als auch in Europa trug mittel- und langfristig zu einem neuen Problembewusstsein bei. Möchten Sie mehr erfahren? Die Jugendstiftung Baden-Württemberg hat auf ihrer Internetseite einen sogenannten Menschenrechtskalender eingestellt. Hier können Sie Wissenswertes und Interessantes zu jedem Tag im Jahr erfahren: jugendnetz.de/.../menschenrechtskalender/ caritas informiert | 9.8.2021 Ansprechpartnerin: Irmgard Hillesheim Tel. 02632 — 25 02-26 hillesheim-i@caritas-andernach.de