
Dipl.-Päd. Elisabeth Schmutz vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz präsentierte die aktuellen Zahlen.
Veröffentlichung hier am 3. Juni 2011

Zentrum für Frühe Hilfen auf dem Maifeld
hat TÜV bestanden
Vertreter aus den Bereichen Träger und Kreisjugendamt
bewerteten Arbeit positiv

Unter dem Fachbegriff Evaluation, also der vorläufigen Analyse und Bewertung des Projektes Zentrum für Frühe Hilfen auf dem Maifeld, trafen sich Vertreter der Träger sozial-karitativer Einrichtungen, des Kreisjugendamts Mayen-Koblenz und der Verbandsgemeinde Maifeld in Mayen zum bereits 2. Workshop. Bei der Ganztagsveranstaltung im Mehrgenerationenhaus St. Matthias wurde diskutiert, inwieweit das Projektkonzept bereits umgesetzt werden konnte. Insbesondere die Einschätzungen der Eltern als Nutzer der Einrichtung wurden herangezogen, um über weitere Entwicklungsschritte zu sprechen.
Hilfreich war eine Umfrage aller jungen Eltern, an der 1/3 aller Nutzer teilgenommen hatten. Bei der Auswertung der Ergebnisse machte Dipl.-Päd. Elisabeth Schmutz vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. (i.s.m.) deutlich, dass es für in der Sozialarbeit Tätige zwei Perspektiven braucht: „Als Fachkraft muss ich mich immer auch in die Leute versetzen, die den Dienst in Anspruch nehmen sollen. Die Fragebögen helfen den Fachkräften, selbst zu hören und die eigene Arbeit weiterzuentwickeln.“ Gemeinsam mit ihrer Kollegin Andrea Michel-Schilling hatte sie die Resultate in Mayen präsentiert, die im September im Jugendhilfeausschuss des Landkreises vorgestellt werden sollen. Erfreulich sind die positiven Ergebnisse und die Zufriedenheit der jungen Eltern, wie die Befragung ergab. Eine Mutter schrieb, im Zentrum für Frühe Hilfen endlich Antworten auf ihre Fragen bekommen zu haben. Andere sahen es als sehr positiv an, dass in Polch, Ochtendung und Münstermaifeld wohnortnah Übungen gezeigt werden, und eine weitere Stimme nannte den „seelischen Beistand bemerkenswert“. Von den 81 befragten jungen Eltern würden 76 die genutzten Angebote „in jeden Fall“ und nur vier „vielleicht“ weiterempfehlen.
Auch zur Zukunft konnten die Eltern etwas sagen und äußerten u.a. Wünsche, über die Entwicklung von Kindern und Babyzeichensprache mehr zu erfahren. Einige waren der Meinung, dass der (SAFE)-Kurs für werdende Eltern sozusagen als „Babyführerschein“ Pflicht werden sollte. Bernhard Gödert, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V., zu diesem sehr guten Zeugnis: „Anhand dieser Ergebnisse haben wir jetzt Instrumente an der Hand, unsere Angebote zu modifizieren und gegebenenfalls zu verändern. Zudem fließen die ermittelten Daten in die Jugendhilfeplanung des Kreisjugendamtes ein, die insbesondere auf die Bedarfsorientierung und Bedarfsdeckung schaut.“
Das Zentrum für Frühe Hilfen auf dem Maifeld, eine Kooperation von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und Evangelischer Kirchengemeinde Maifeld, wird vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. wissenschaftlich begleitet und vom Landkreis Mayen-Koblenz und der VGV Maifeld finanziell unterstützt.