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Veröffentlichung hier am 23. Juli 2010

Mechthild Heil machte „Mayener Tafel“-Test

Bundestagsabgeordnete informierte sich über das regionale Angebot für Bedürftige

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Das Foto zeigt Mechthild Heil beim Tafel-Test.

Draußen warten bereits die ersten Kunden, Kisten werden von den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern hereingetragen, die Sortiererinnen haben kurz vor der Öffnung alle Hände voll zu tun. Und mittendrin im hektischen Treiben steht Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil (CDU). Der Politikerin imponiert die Logistik, die hinter der „Mayener Tafel“ in der Ostbahnhofstraße steckt. Schließlich hatte die Ausgabestelle Mayen anfangs 100 bis 250 Personen zu versorgen, und heute sind es zwischen 350 und 400 Menschen, verdeutlicht Hermann-Josef Bernert, ehrenamtlicher Mitarbeiter der „Mayener Tafel“, die rasante Entwicklung innerhalb der letzten fünf Jahre. Zur „Mayener Tafel“ kommen junge und alte Menschen aus allen Bevölkerungsschichten. Ein trauriger Rekord, denn jeder Tafelkunde bedeutet ein Stück Armut mehr, Armut, die eigentlich nicht sein dürfte. Deshalb soll demnächst im Obergeschoss das „Café Tafel“ entstehen, ein Beratungsangebot, das zu den Menschen kommt. Hier erfahren die Tafelkunden, welche Hilfen es in und um Mayen für sie gibt. Mechthild Heil sieht in der neuen Beratung vor Ort auch die Chance, den Menschen zu zeigen, was sie mit den Sachen alles kochen können. Auch in diesem Sinne soll das „Café Tafel“ weiterhelfen, dabei aber in erster Linie die Menschen bei Behördengängen unterstützen und über Angebote, z.B. der Pfarrgemeinden und Caritas, informieren.

Dann wollte die Bundestagsabgeordnete aber einmal selbst erfahren, wie sich die Tafelkunden bei einer Ausgabe fühlen. Mechthild Heil zog probeweise eine Nummer, stellte sich mit einem Korb an und machte den „Mayener Tafel“-Test. Beim Rundgang an den Theken mit Brot, Obst, Gemüse, Nudeln, Mehl, Fleisch und Milchwaren begeisterte die Politikerin, wie wertschätzend, freundlich und professionell man von den ehrenamtlichen Helferinnen bedient wird.

Im Anschluss ließ sich die Bundestagsabgeordnete noch bei einer Tasse Kaffee von den Caritas-Mitarbeiterinnen Beatrix Erfurth und Sonja Lauterbach sowie von Doris Brixius, Hermann-Josef Bernert und Rosemarie Schneider, die ehrenamtlich bei der Tafel arbeiten, alle Details erklären. Mechthild Heil zeigte sich sehr interessiert und beeindruckt, denn viele Menschen arbeiten in Mayen Hand in Hand, damit Lebensmittel auch dort hinkommen, wo sie hingehören: zu den Menschen, die diese Hilfe dringend brauchen.
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