Veröffentlichung hier am 28. Juni 2010

Hauskrankenpflegekurse in Mayen und Polch
erleichtern Pflegealltag
Caritas Polch startet nächste Kursreihe am 2. September 2010, Caritas Mayen am 16. September

Die häusliche Betreuung Pflegebedürftiger verlangt von den Angehörigen viel Liebe und Hingabe. Schnell sind die Grenzen der körperlichen und psychischen Belastbarkeit erreicht. In dieser schwierigen Situation dürfen pflegende Angehörige nicht alleine gelassen werden. Die Caritas-Sozialstationen Mayen und Polch, KEB-Koblenz und die „BARMER GEK“ Mayen bieten daher jährlich im Frühjahr und Herbst Hauskrankenpflegekurse an. Denn nur professionelles Wissen ermöglicht professionelle Pflege. Mit diesem Wissen gut gerüstet beendeten in Mayen die Absolventen erfolgreich den Frühjahrskurs 2010, diesmal eine bunte Truppe mit 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus fünf Nationen.
Im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen brachten die Krankenschwestern Agnes Wessel und Anneliese Schüttler den Damen und Herren das Pflegeeinmaleins bei. Unter der bewährten Leitung von Krankenschwester Doris Mohr traf man sich auch regelmäßig in der Caritas-Sozialstation Polch. Und an beiden Orten ging es um die Themen Windelhosen wechseln, dem Wundliegen vorbeugen, Körperpflege, praxisbezogene Hebetechniken, das Umlagern in den Rollstuhl und später wieder ins Bett, Hilfen beim Gang zur Toilette oder das Aus- und Anziehen im Bett. Und dies sind nur einige der anspruchsvollen Tätigkeiten, die den Alltag pflegender Angehöriger bestimmen und die in den Kursen vermittelt wurden. Ebenfalls besprochen wurden die Themen Pflegeversicherung, MDK-Begutachtung, richtige Handhabung der Pflegehilfsmittel, Krankheiten oder Demenz.
„Ziel der Hauskrankenpflegekurse ist es, den pflegenden Angehörigen in ihrer belastenden Situation zu helfen und die häusliche Pflege zu erleichtern“, betont Leiterin Doris Mohr. Hierfür steht ihr ein erprobtes Team zur Seite. Robert Müller vom SKM in Mayen vermittelt Informationen zur Patientenverfügung und gesetzlichen Betreuung, Pastoralreferentin Renate Schmitt, Polch, und Ursula Wolf Hospizverein, Mayen, werden an beiden Orten über das Thema Sterbebegleitung sprechen. Die Wundtherapeutinnen Renate Brachtendorf, Polch, und Agnes Wessel, Mayen, geben ebenfalls ihr Fachwissen weiter. Wichtiger Bestandteil des Kurses ist der Austausch zwischen den Teilnehmern, die hierbei erfahren, dass sie mit ihren Problemen nicht alleine sind. Das Hilfsangebot der Profis bleibt nicht auf den Kurs beschränkt. „Nach dem Kurs steht die Sozialstation weiterhin mit Rat und Tat zur Verfügung,“ verspricht Doris Mohr.
Die Notwendigkeit professioneller Hilfe sieht auch Werner Germer, Geschäftsstellenleiter der „BARMER GEK“ Mayen: „Die Pflegekurse sind unverzichtbar, um die Lage der pflegebedürftigen Personen und der pflegenden Familienangehörigen zu verbessern. Wer bei professionellen Kräften nachfragt, kann nur gewinnen.“
Unabhängig von der Krankenkassenzugehörigkeit der Teilnehmer ist der Hauskrankenpflegekurs kostenlos. Die anfallenden Gebühren werden von der „BARMER GEK“ in voller Höhe übernommen.
Die nächsten Kurse beginnen am Donnerstag, 2. September 2010, 19:30 Uhr, in den Räumen der Caritas-Sozialstation Polch, und in Mayen ab 16. September 2010, 19:30 Uhr, im Mehrgenerationenhaus St. Matthias, St.-Veit-Straße 14.
Anmeldungen für Mayen: Caritas-Sozialstation Mayen/Vordereifel im Mehrgenerationenhaus St. Matthias, St.-Veit-Straße 14, Tel.: 02651 / 98 69 69. Anmeldungen für Polch: Caritas-Sozialstation in Polch,
Bachstraße 19,
Tel.: 02654 / 96 04 54. Oder bei der
„BARMER GEK“, Markt 32-34, in 56727 Mayen,
Tel: 018500 / 60 64 50 |