Veröffentlichung hier am 21. Juni 2010

Caritas beging fünfjähriges Bestehen
der „Mayener Tafel“
Zahlreiche Besucher aus Gesellschaft, Politik und Kirche
überbrachten ihre Wünsche

Das Foto zeigt (von links) Pfarrer Matthias Veit, Pfarreiengemeinschaft Herz-Jesu und St. Clemens, Prälat Franz Josef Gebert und Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens im Gespräch bei der „Mayener Tafel“.
„Gebt Ihr Ihnen zu Essen …“, unter diesem Motto beging der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. mit einem Gottesdienst in der St.-Veit-Kirche das fünfjährige Bestehen der „Mayener Tafel“. Die Geistlichen – Prälat Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes Trier, Pastor Dietmar Heid von St. Veit und Diakon Thomas Thomiczny – bezeichneten die „Mayener Tafel“ als eine Notwendigkeit, anderseits sei es besser, wenn Menschen die Lebensmittelausgabe in Mayen, Polch und Andernach erst gar nicht in Anspruch nehmen müssten. Prälat Franz Josef Gebert verdeutlichte in seiner Predigt den Bezug zur Brotvermehrung Jesu: „Fünf Brote und zwei Fische nennt das Evangelium, weil es geradezu absurd erscheint angesichts der vielen Menschen. Jesus lässt sich nicht beirren. Er gibt es weiter und unter seinen Händen wird aus dem viel zu wenig viel zu viel. Empfangen und weggeben ist ein Vorgang. Das Geheimnis der christlichen Caritas ist das Geheimnis der leeren Hände.“ Wirklichkeit wird es durch die Tafelkunden, ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helferinnen und Helfer, Marktleiter der kooperierenden Geschäfte sowie durch die vielen Einzelspender.
Beim anschließenden Treffen in der Ausgabestelle Ostbahnhofstraße überbrachte Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens Grüße von Landrat Dr. Alexander Saftig, der nach dem Gottesdienst zu einem weiteren Termin musste, sowie Pfarrer Helmut Schmidt, dem Vorsitzenden des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V., und begrüßte von der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Gerhard Klein, Abteilungsleiter für Soziales und Jugend, in Vertretung für den Ersten Beigeordneten, Bernhard Mauel sowie die Verbandbürgermeister Gerd Heilmann, Vordereifel, und Maximilian Mumm, Maifeld. Werner Steffens erklärte, dass die „Mayener Tafel“ ohne die Unterstützung der öffentlichen Hand arbeite und dankte der Komm-Aktiv GmbH in Mayen „für die praktische Unterstützung. Heute wird unser zweites Kühlfahrzeug eingeweiht, und da möchte ich Miriam Mohrs von der Kreissparkasse Mayen und Elmar Schmitz von der Volksbank RheinAhrEifel sowie dem Lions-Club Mayen herzlich danken, die hier heute als Vertreter für all die vielen Spender stehen, die uns die Anschaffung ermöglicht haben. Ein besonderer Dank geht an die Firma MHT Sareyko, die uns die Räume für unsere Ausgabestelle mietfrei zur Verfügung stellt. Die Tafeln untereinander pflegen ein gutes Miteinander“, sodass Werner Steffens auch Vertreter der Tafeln Ahrweiler, Cochem und Koblenz begrüßen konnte.
Im Anschluss überbrachte Bürgermeister Rolf Schumacher die besten Wünsche von Oberbürgermeisterin Veronika Fischer und Tafelkunde Michael Tevonjuk regte zum Nachdenken an: „Ich besuche die Tafel schon seit fünf Jahren und sehe die Freundlichkeit von Menschen, die diese Arbeit leisten. Für Ihren Einsatz möchte ich mich im Namen aller Tafelkunden bedanken. Danke auch an die Leiter der Geschäfte, Politiker und Spender. Ich freue mich, dass wir hier sehr freundlich und froh miteinander feiern!“ Wöchentlich kommen 180 bis 200 Kunden, „dahinter stehen Einzelpersonen sowie ganze Familien mit Kindern“, stellte Hermann-Josef Bernert, ehrenamtlicher Mitarbeiter der „Mayener Tafel“, fest, der zusammen mit seiner ehrenamtlichen Kollegin, Doris Brixius, die Tätigkeit beschrieb. Doris Brixius: „Wir sehen bei unserer Arbeit in fröhliche und beschämte Gesichter, einige erzählen viel, andere wenig. Wir haben gelernt, Menschen nicht zu bewerten. Wir hoffen, dass sich die Zahl der Kunden in Zukunft verringert.“
Zum Ende segnete Prälat Franz Josef Gebert mit dem neuen Kühlfahrzeug die Tafelfahrer sowie alle Menschen, die mit der „Mayener Tafel“ verbunden sind. |