Veröffentlichung hier am 21. Juni 2010

Motive von Hildegard Dani-Münch
bereichern Mehrgenerationenhaus Mayen
Ausstellung der Künstlerin aus Mertloch ist bis
Ende September zu sehen

Das Foto zeigt (von links) Rosemarie Wengert, Hildegard Dani-Münch, Werner Dani, Tina Heidger und Werner Steffens bei der Vernissage im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen.
Das Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen wird als Ort der Begegnung gleichzeitig immer mehr auch zu einem Ort der Kunst. Mit Hildegard Dani-Münch stellt wieder eine anerkannte Künstlerin ihre Bilder einen Sommer lang in der St.-Veit-Straße 14 aus. Die ehemalige Lehrerin hatte als Hobbykünstlerin angefangen und sich durch regelmäßige Studien, u.a. an der Kunstakademie Vulkaneifel, technisch und künstlerisch professionalisiert. Heute ist ihr Schaffen vor allem im Kreis Mayen Koblenz und auf der Nordseeinsel Spiekeroog, ihrer zweiten Heimat, bekannt.
Erlebnisse, Situationen, Lebewesen oder Details einer Landschaft inspirieren die Malerin aus Mertloch, wobei es nicht immer die „schönen und harmonischen Erscheinungsformen sind, die mich gefangen halten. Unbewusst reizt mich das Vergängliche, das Unbedeutende und Morbide, an dem die Spuren des Lebens erkennbar sind“, bekennt Hildegard Dani-Münch.
Das Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen zeigt bis Ende September Kunstwerke, die in und um Mayen entstanden sind. Und da sie die Motive mit Gebäuden bereits alle verkauft hat, führt die Ausstellung den Betrachter hinaus in die freie Natur, z.B. ins Nettetal oder über Rapsfelder. Auffällig sind die vielen Windmühlen, denn Windräder und Rapsfelder versinnbildlichen „Energiefelder um Mayen“ und gehören damit irgendwie zusammen. Vor Ort fertigt die Malerin einzelne Skizzen an, die sie später in ihrem Atelier vereinfacht und abstrahiert, bevorzugt in Spachteltechnik, auf die Leinwand überträgt. „Das führt zu einer größeren Aussagekraft, denn ich möchte, dass das Wesentliche deutlich wird“, erklärt Hildegard Dani-Münch, die mit ihren Bildern nach ihrer eigenen Aussage auch Ausdruck ihres Seeleninneren gefunden hat: „Immer, wenn es mir gesundheitlich schlecht ging, hat mir die Malerei viel gegeben.“ Tatkräftige Unterstützung findet sie bei ihrem Mann, Werner Dani: „Wenn meine Frau fragt, ‚Willst Du heute kochen?’, dann weiß ich, dass sie, an diesem Tag malen wird.“ Auch Werner Dani zeigt sich mit dem Umfeld, in dem die Bilder seiner Frau jetzt in Mayen ausgestellt werden, sehr zufrieden. Schließlich sei es doch viel schöner auf ein Bild zu gucken, statt auf eine nackte Wand.
Rosemarie Wengert, die ehrenamtlich die Kunst-Ausstellungen im Mehrgenerationenhaus organisiert, äußerte sich begeistert über die gute Zusammenarbeit mit Hildegard Dani-Münch und ihrem Mann. Auch Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens dankte dem Ehepaar für die Leihgabe und stellte fest: „Ich bin sicher, dass die Bilder zu einer Bereicherung in unserem Haus beitragen. Viele unserer Besucher haben mit Kunst wenig zu tun. Sie kommen eher mit ihren Problemen ins Haus. Gerade deshalb finde ich es gut, wenn die Menschen mit etwas Schönem konfrontiert werden.“
Informationen zum Mehrgenerationenhaus St. Matthias und zu der Kunstausstellung:
Tina Heidger, Telefon: 02651 / 98 69-114 oder per eMail: heidger-t@caritas-mayen.de |