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Veröffentlichung hier am 2. Juni 2010

Bundestagsabgeordnete begegnete Caritas
Mitarbeitern auf Augenhöhe

Mechthild Heil will mit den Diensten der Caritas Ahrweiler
im Gespräch bleiben

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Auf dem Foto von links nach rechts: Gaby Markert, Gaby Meurer, Richard Stahl, Michael Schneider, Mechthild Heil, Tina Heidger und weitere Mitarbeiter der Caritas.

Ihr Besuch bei der Caritas Ahrweiler war eine Begegnung auf Augenhöhe, denn die CDU-Bundestagsabgeordnete Mechthild Heil - in Berlin arbeitet sie im Ausschuss Arbeit und Soziales - wollte sich vor Ort von den Caritas-Diensten im Kreis Ahrweiler ein umfassendes Bild machen. Gekommen war sie mit ihrem Büroleiter, Michael Schneider, der u.a. auch im Kreistag Ahrweiler tätig ist.

Wie der Alltag eines ambulanten Pflegedienstes aussieht, erfuhr Mechthild Heil hautnah auf einer Tour mit Monika Müller, Pflege-dienstleiterin der Caritas-Sozialstation. „Heute habe ich mal einen realen Einblick erhalten. Das ist was anderes als die Theorie. Ich bewundere das, was Sie Tag für Tag leisten“, würdigte die Politikerin die Arbeit der Krankenschwestern.

Bei der Reflexionsrunde, die von Caritas-Mitarbeiterin Tina Heidger moderiert wurde, hatten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Dienste die Gelegenheit, ihre Sorgen und Nöte zu benennen. „Als ich vor 40 Jahren anfing, war ich noch für die Patienten da, heute habe ich das Gefühl, hauptsächlich für die Verwaltung zu arbeiten“, machte eine Krankenschwester ihrem Ärger über den Umfang der Pflege-dokumentation Luft. Dabei sehen die Caritas-Mitarbeiterinnen schon die Wichtigkeit einer gewissenhaften Pflegedokumentation, doch scheint die Verhältnismäßigkeit aus dem Ruder geraten zu sein, wenn die Marke der Zahncreme für die Bewertung der Arbeit wichtiger ist als die Pflege selbst. Auch für die Bundestagsabgeordnete gehören die Dokumentationsrichtlinien auf den Prüfstand und sie versprach, die Sorgen und Nöte weiterzugeben.

Katharina Steinich von der Leitstelle Demenz machte gegenüber der Politikerin auf die angespannte Situation in Familien aufmerksam, wenn ein Angehöriger an Demenz erkrankt und schließlich pflegebedürftig wird. Und Harald Müller beschrieb die vielfältigen Aufgaben der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle für Abhängige (PSBB). So sei bei der MPU festzustellen, dass heute mehr Leute ihren Führerschein durch Drogen als durch Alkohol verlieren. Zudem sind unter Schülern der vermehrte Alkoholkonsum sowie die steigende Zahl aggressiven Mobbings zwei auffällige gesellschaftliche Veränderungen, denen der PSBB durch Aufklärung begegnet.

Margot Sonntag, Leiterin der Integrativen Heilpädagogischen Kita St. Hildegard, und ihre Kollegin Andrea Gäb machten deutlich, dass verstärkte Integration von Kindern mit Behinderung in Regel-kindergärten eine grundlegende Veränderung der Arbeit in den heilpädagogischen Einrichtungen nach sich ziehe, da die Anzahl der Kinder mit schwerst mehrfacher Behinderung dort stark angestiegen ist. Ursula Schmitten vom Allgemeinen Sozialen Dienst und Ursula Müller-Lüscher von der Schwangerenberatung sprachen das Thema Hartz IV an und verdeutlichten, dass im großen Flächenkreis Ahrweiler viele Klientinnen und Klienten die Fahrtkosten nicht aufbringen können und diese Kosten auch nicht übernommen würden. Dies erschwere Beratungen, die aus diesem Grund oft nicht stattfinden könnten. Markus Göpfert, Leiter des Fachdienstes Migration, und seine Kollegin Gabriele Markert berichteten von ihrer Arbeit im Fachdienst Migration mit dem Projekt IN TERRA – Psychosoziale Fachstelle für Flüchtlinge. Und auch Gabriele Meurer, Leiterin des Fachdienstes Integration durch Arbeit, die im Projekt „learn4work“ u.a. mit dem Sozialkaufhaus LISA Jugendlichen den Weg ins Berufsleben erleichtert, kam mit Mechthild Heil ins Gespräch.

Caritas-Geschäftsführer Richard Stahl bedankte sich bei Mechthild Heil für ihren Besuch und das sehr anregende Gespräch. Mechthild Heil versprach, die Sorgen und Nöte in einem großen Gedankenkoffer mit nach Berlin zu nehmen und wünschte, den Kontakt mit den Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern zu vertiefen: „Ich würde den Austausch gern fortführen, denn viele Themen konnten wir nur anreißen. Ich komme gern wieder zu Ihnen!“
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