Veröffentlichung hier am 4. Mai 2010

Ökumenisches „Zentrum für Frühe Hilfen
auf dem Maifeld“ gestartet

Das Foto zeigt (von links): Wolfram Stille, Vorsitzender des Presbyteriums, Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens, Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel und Pfarrer Helmut Schmidt, Vorsitzender des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V., sowie stehend (von links) Pfarrer Ingo Schrooten, Ursula Lamm, Andrea Feld, Christa Fröhlich und Birgitt Loser-Hees.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Josefs-Kapelle des „Alten Krankenhauses“ in Polch eröffneten Pfarrer Helmut Schmidt, Vorsitzender des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V., und Pfarrer Ingo Schrooten von der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld die Feier für das „Zentrum für Frühe Hilfen auf dem Maifeld“, das mit dieser Auftaktveranstaltung offiziell seine Arbeit aufnahm.
Pfarrer Ingo Schrooten erinnerte in seiner Predigt an das Markusevangelium, als die Jünger Leute schroff zurückwiesen, die mit ihren Kindern zu Jesus gekommen waren. Pfarrer Ingo Schrooten: „In unserer Gesellschaft heute wären die Frauen vielleicht nach Hause gegangen.“ Jesus aber wendet sich den Kindern zu, führte Pfarrer Schrooten aus und sagte: „Kinder brauchen Zuwendung. Und das ist das Ziel unseres Projekts.“ Für den musikalischen Rahmen sorgte Morgane Hinz auf ihrer Gitarre und verlieh mit ihrer ausdrucksstarken Stimme der Feier einen besonderen Akzent. Andrea Feld, Christa Fröhlich, Birgitt Loser-Hees und Ursula Lamm erbaten in ihren Fürbitten Gottes Segen für alle Kinder und Eltern, die durch das Zentrum Hilfe erfahren werden. Im Anschluss begrüßte Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens die Festgäste, und dankte Susanne Gries, Rita Hirsch, Annette Moesta, Elisabeth Otten, Kurt Becker, Rüdiger Lancelle, Bernhard Mauel, Pfarrer Gregor Mrziglod, Maximilian Mumm, Günter Schnitzler und Robert Müller, für die vielfältige Unterstützung, die die kirchlichen Kooperationspartner immer wieder aus Gesellschaft, Politik und Kirchen erfahren. Elisabeth Otten überbrachte die besten Wünsche im Namens des Dekanates. Rüdiger Lancelle, der die Glückwünsche des Superintendenten des Evangelischen Kirchenkreises übermittelte, wünschte, „dass all die Begeisterung erhalten bleibt, die jetzt in der Startphase sichtbar geworden ist.“ Bernhard Mauel, der Erste Beigeordnete vom Kreis Mayen-Koblenz, hob die gesamtgesellschaftliche Aufgabe der Kindererziehung hervor und dankte der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld und dem Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. - Fachdienst Ambulante Hilfen zur Erziehung als „gute Partner“, mit denen der Kreis bereits viele Jahre kooperiert. Das Ende des Münstertreffs und den Start des Zentrums begründete Mauel, „dass in anderen Zeiten auch etwas anderes auf dem Maifeld entstehen muss. Mit der breiteren Aufstellung im Kreis müssen wir hier in Polch beginnen. Wir sind dankbar, einen Trägeranteil zu haben, den ich als bedeutend empfinde. Wir werden das Zentrum begleiten, Erfahrungen mitnehmen und kreisweit einbringen. Lassen Sie uns zusammen stehen.“ Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm gab seiner Freude Ausdruck, „dass die Frühe Hilfe nicht an einer Gesellschaftsschicht festgemacht ist“ und hob „Kompetenz und Wissen“ der beiden kirchlichen Kooperationspartner hervor. Kurt Becker, Vorsitzender des Fördervereins, erinnerte an die „gute Arbeit mit langem Atem“ im früheren Münstertreff und stellte fest: „Es braucht haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, deren Einsatz dazu führt, dass man diese Einrichtung akzeptiert und wahrnimmt. Ihr langer Atem hat dazu geführt, dass man heute diesen Schritt tun und Vertrauen stiften kann.“
Im Anschluss stellte Mitarbeiterin Ursula Lamm die Arbeit des „Zentrums für Frühe Hilfen“ vor, die der veränderten Lebenssituation von Familien Rechnung trägt. Grundlegende Bedürfnisse der Kinder wie psychologische Bedürfnisse und soziale Sicherheit müssten befriedigt werden. Dabei machte die Erzieherin deutlich, wie sehr unsichere Eltern das Kind in seiner Entfaltung behindern: „Ein Kind, das die Welt entdecken will, spürt die Unsicherheit der Eltern und geht zurück auf den Schoß der Mutter. Eltern brauchen für ihr Kind Feingefühl und Zeit. Sie müssen für ihr Kind erreichbar sein.“ Das „Zentrum für Frühe Hilfen auf dem Maifeld“ bietet allgemeine und entwicklungspsychologische Beratung für Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren, offene Eltern-Treffs, Kurse und aufsuchende Arbeit in Polch, Ochtendung und Münstermaifeld an.
Nach der Präsentation kam es zur Vertragsunterzeichnung durch Wolfram Stille, Vorsitzender des Presbyteriums, Kreisbeigeordneter Bernhard Mauel, Caritas-Geschäftsführer Werner Steffens und Pfarrer Helmut Schmidt, Vorsitzender des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V.
Und nachdem Pfarrer Schmidt und Pfarrer Ingo Schrooten die Menschen und Räume gesegnet hatten, konnten sich die Festgäste das freundliche „Zentrum für Frühe Hilfen auf dem Maifeld“ im ehemaligen Krankenhaus von Polch ansehen und sich bei Kaffee und Kuchen unterhalten. Das Fest war ein guter Start, zu dessen Gelingen engagierte ehrenamtliche Helferinnen und Helfer – Jugendliche der Evangelischen Kirchengemeinde und Frauen vom Frauenfrühstück des Projektes FIP – viel beigetragen haben. |