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Veröffentlichung hier am 23. März 2010

Jugendmigrationsdienst
blickt auf erfolgreiches Jahr zurück

JMD im Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.
legt Jahresbericht 2009 vor

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Sonja Lauterbach (links) und Anna Ziegler (rechts im Bild) vom Jugendmigrationsdienst präsentieren den Jahresbericht 2009.

Der Jugendmigrationsdienst (JMD) Rhein-Mosel-Ahr betreut mit der Stadt Mayen, den Verbandsgemeinden Maifeld, Vordereifel und Mendig, sowie mit dem Landkreis Ahrweiler ein flächenmäßig großes Einzugsgebiet. Die dünne Besiedlung und ländliche Infrastruktur stellten die vier Mitarbeiterinnen des JMD, die im Jahr 2009 gemeinsam 2,5 Personalstellen besetzten und von 39 Ehrenamtlichen unterstützt wurden, vor besondere Herausforderungen.

Der JMD richtet sich mit seinen Angeboten als Fachstelle für migrationsspezifische Jugendfragen besonders an junge Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch an Multiplikatoren. Eingebunden in das bundesweite Integrationsprogramm kooperiert der JMD mit anderen für junge Zugewanderte relevanten Diensten und Einrichtungen. Dabei nimmt der JMD eine Vermittlungsfunktion wahr und ist für die jungen Menschen eine Anlauf- und Koordinierungsstelle. Individuelle Integrationsförderung, Netzwerk- und Sozialraumarbeit, aber auch Initiierung und Begleitung von Interkultureller Öffnung sind Schwerpunkte der Arbeit.

Die Prinzipien Lebensraum- und Gemeindeorientierung, Vernetzung, Ressourcenorientierung im Sinne des Empowerments sowie Cultural- und Gender Mainstreaming führen diese Arbeit zum Erfolg. Erfolgreich sind auch die im Jahresbericht genannten Fallzahlen: So konnten im vergangenen Jahr 141 junge Migranten und 17 ihrer Familien-angehörigen von den die Beratungsangeboten des JMD erreicht werden. Über weitere Angebote und Projekte wurde von den Mitarbeiterinnen der Kontakt zu rund 171 Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund, etwa 180 zugewanderten Elternteilen, 220 einheimischen Kindern und Jugendlichen sowie zu ca. 238 Multiplikatoren hergestellt.

Fehlende Sprachförderangebote an den Schulen und mangelnde berufsorientierte Sprachkurse sowie zahlreiche Probleme bei der finanziellen Förderung oder dem Bezug von Arbeitslosengeld 2, stellen viele junge Migranten vor erhebliche Probleme. Auf die besondere Situation dieser jungen Menschen und ihre Benachteiligung in den Bereichen Bildung und Ausbildung aufmerksam zu machen, war auch 2009 ein spezielles Anliegen des JMD. Mit zahlreichen Maßnahmen, Gesprächen und Informations-veranstaltungen gelang es, Öffentlichkeit und Multiplikatoren für das Thema zu sensibilisieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln.

Die vielen JMD-Projekte und Angebote fördern aktiv die Integration junger Menschen mit Migrationshintergrund. Das Internetcafé „lokal global“, eine integrative Disco, die Erarbeitung der regionalen Teile zur Ausstellung „anders? - cool!“, das Anwohnerfest in der Alten Hohl oder die Projektpartnerschaft bei der 72-Stunden Aktion – der bundesweit größten Sozialaktion des BDKJ – ermunterte Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zur aktiven Mitarbeit und Gestaltung von Integration. Dagegen trat der JMD mit dem Projekt „InContact – Mentorinnen und Mentoren für junge Migrant(inn)en“, beim Kooperationsprojekt Auf- und straffällige Jugendliche, bei der fachlichen Begleitung des Berufsintegrationsprojekts für Migrantinnen (BIP) sowie mit dem 15. Fachgespräch „Menschen am Rande – Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft“ beratend, informierend und unterstützend in Erscheinung.

Um auch in Zukunft eine qualitativ hochwertige Arbeit leisten und ein breitgefächertes Angebot bieten zu können, haben die JMD-Mitarbeiterinnen im vergangenen Jahr selbst zahlreiche Fort- und Weiterbildungsangebote wahrgenommen und damit ihre Kompetenz erweitert.

Den kostenlosen Jahresbericht gibt es in den Caritas-Geschäftsstellen Mayen (St.-Veit-Straße 14, 56727 Mayen) und Ahrweiler (Bahnhofstraße 5, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler) Telefon: 02651 / 98 69-141, eMail: jmd@caritas-mayen.de

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