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Veröffentlichung hier am 28. Januar 2010

Ende einer Ära:
Abschied vom Münstertreff

Nachfolgeeinrichtung des Hilfezentrums startet bald

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Das Foto im Münstertreff zeigt Pfarrer Ingo Schrooten (links im Bild) und Werner Steffens (rechts im Bild).

Nach 15 Jahren erfolgreicher Arbeit schloss der Münstertreff in Münstermaifeld jetzt seine Pforten. Mit einer gemeinsamen Feier verab-schiedeten sich über 70 Eltern und Kinder, die Mitarbeiterinnen und ehrenamtlichen Helfer sowie Vertreter der beiden ökumenischen Träger des Ambulanten Sozialpädagogischen Hilfezentrums (AHZ) vom Münstertreff.

Lange Jahre unterstützte der Münstertreff mit zahlreichen Maßnahmen und Angeboten Kinder, Jugendliche und ihren Familien im Gebiet der Verbandsgemeinde Maifeld. Adressaten des gemeinsamen, interkulturell ausgerichteten Projekts von Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. und Diakonie der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld waren vor allem Alleinerziehende und Familien mit vorwiegend minderjährigen Kindern und hier schwerpunktmäßig Nachfahren von Sinti, Roma und Jenischen.

Neben der Hausaufgabenbetreuung, Freizeit-gestaltung, Beratung, Frauencafé, Mädchen-gruppe, Sportprojekten, Ausflügen und vielen anderen regelmäßigen Angeboten hatte das AHZ auch immer wieder besondere Aktivitäten im Programm: Wochenenden für Kinder, Mädchen oder Frauen, Ferienfreizeiten, Feste und Tagesausflüge waren sehr beliebt und wurden gerne angenommen. Aber auch bei Problemen in Familie, Schule oder Ausbildung waren die Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen des Münstertreffs immer die richtigen Ansprechpartner und standen stets mit Rat und Tat helfend zur Seite.

Kinder, Eltern, Mitarbeiterinnen, Ehrenamtliche, Vertreter der beiden Träger und alle, die sich mit dem Münstertreff verbunden fühlten, nahmen jetzt im Rahmen einer Feier Abschied von der beliebten Einrichtung. Werner Steffens, Geschäftsführer der Caritas Mayen, bedankte sich besonders bei den Mitarbeiterinnen Andrea Feld, Ursula Lamm, Christina Friedrich, Birgitt Loser-Hees und Helga Breil, allen ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den ehrenamtlichen Helfern für ihr großes Engagement. Ingo Schrooten, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Maifeld, begleitete das gemeinsam gesungene Lied „Dass Du einmalig bist“ auf der Gitarre und sprach einen Segen über die Kinder des Münstertreffs, ihre Eltern und alles Gute, was in den letzten Jahren entstanden ist.

„Der Münstertreff war für viele Familien auf dem Maifeld eine wichtige Hilfe und Teil ihres Lebens“, hob Kurt Becker, Vorsitzender des Fördervereins, die Bedeutung des AHZ hervor. Aus zahlreichen Gesprächen mit den Familien weiß Kurt Becker: „Die Kinder und Eltern werden viele der Angebote vermissen und fragen sich beispielsweise, wer zukünftig den Kindern bei den Hausaufgaben hilft oder wie sie sich untereinander austauschen können, wenn es das Elterncafé nicht mehr gibt.“ Hier gilt es nun, nach Alternativen Ausschau zu halten oder mit neuen Initiativen den nötigen Anstoß für ähnliche Angebote zu geben.

Das Ende der Ära Münstertreff ist nämlich gleichzeitig ein Neubeginn. Das gemeinsame Engagement von Caritas und Diakonie für Kinder und Familien in Münstermaifeld wird künftig mit dem „Zentrum für Frühe Hilfen im Maifeld“ fortgesetzt. „Damit ist für viele Familien bereits ein Lichtblick in Sicht“, betont Caritas-Mitarbeiterin Birgitt Loser-Hees und erklärt die Aufgaben der neuen Einrichtung: „Mit Hilfe entwicklungspsychologischer und systemischer Beratung bieten wir Eltern schon während der Schwangerschaft und besonders in den entscheidenden ersten drei Lebensjahren des Kindes Unterstützung an.“ Der „Münstertreff“ wurde eingestellt, da die Schulkinder neuerdings durch die Ganztagschule in Polch und das Projekt „Erziehungshilfe“ in der Stephanus-Schule in Polch betreut werden. Die Kreisverwaltung fördert anstelle des „Münstertreffs“ das „Zentrum für frühe Hilfen im Maifeld“ ebenfalls mit der Übernahme von 85 Prozent der Personalkosten.

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