Veröffentlichung hier am 18. Januar 2010

Schwesternhelferinnenkurse
von Caritas und Maltesern
Lehrgang in Mayen zum zweiten Mal im Mehrgenerationenhaus St. Matthias

Die Kinder sind aus dem Haus oder der bisherige Beruf gibt nicht mehr die persönliche Erfüllung oder ein geliebter Angehöriger wird pflegebedürftig: Es gibt viele Gründe, die bei Frauen und Männern Interesse an einer Qualifizierung im sozial-pflegerischen Bereich wecken.
Die zweimonatige Schwesternhelferinnen- Pflegediensthelfer Ausbildung, die in Bendorf, Koblenz, Mayen und Neuwied angeboten wird, findet in Mayen im Mehrgenerationenhaus St. Matthias vom 27. Januar bis zum 14. April 2010 statt. 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten vergangenen Herbst die Prüfung erfolgreich absolviert, die jetzt zum zweiten Mal in Mayen durchgeführt wird.
Eine Tätigkeit im sozialen Bereich bietet eine fundierte Perspektive zur Neuorientierung, denn der Bedarf an Pflegekräften steigt mit zu-nehmender Zahl pflegebedürftiger Menschen. So bedeutet die Ausbildung zur Schwestern-helferin bzw. zum Pflegediensthelfer auch für Arbeitslose eine wirkliche Chance. Ebenso sind über 60Jährige, die sich qualifizieren möchten, herzlich willkommen.
Sind in einem Alten- und Pflegeheim mehr als 60 Prozent der Bewohner an Demenz erkrankt, kann es unter der Voraussetzung, dass sich nichtqualifiziertes Betreuungspersonal im Bereich Betreuungsassistenz qualifiziert, einen zusätzlichen Pflegesatz beantragen. Ein zweifacher Nutzen also, den das Heim aus der Ausbildung eigener Mitarbeiter zieht.
Manfred Hobbach vom Malteser Hilfsdienst: „Nur Schwesternhelferinnen und Pflegehelfer dürfen in der Grundpflege den examinierten Kollegen helfend zur Seite stehen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an zwei bis drei Abenden pro Woche insgesamt 120 Unterrichtsstunden absolvieren. Die Ausbildung gibt in den zwei Monaten umfassende Einblicke in das Berufsfeld Pflege. Dabei werden grundlegende Kenntnisse in Anatomie und Physiologie sowie in Gesundheits- und Krankheitslehre vermittelt. Außerdem erhalten die Teilnehmenden Fertigkeiten in der Grundpflege: Dazu zählen Waschen, Baden, Ankleiden, Betten und Lagern eines Patienten. Als Besonderheit bietet der Malteser Hilfsdienst außerdem am Samstag, 27. März 2010, einen kostenlosen, zusätzlichen Praxistag an, wo wichtige Handgriffe nochmals eingeübt werden. Den theoretischen Unterricht rundet ein 80-stündiges Praktikum in einem Krankenhaus, in der ambulanten Pflege oder in einem Altenpflegeheim ab. Eine Ausbildung in Erster Hilfe gehört selbstverständlich auch dazu. Auf diese Weise werden die Teilnehmenden umfassend befähigt, examiniertes Personal in Sozialstationen und Krankenhäusern zu unterstützen. Die Ausbildung erleichtert auch Angehörigen die private Pflege zu Hause.“
Die Qualifizierung findet montags, mittwochs und freitags zwischen 19:00 und 22:15 Uhr statt. Zum Kern des „Betreuungsassistenten (gem. § 87b Abs. 3 SGB XI)“ gehört diese Ausbildung und gehören die Module „Demenzerkrankung verstehen und begleiten“ sowie „Hauswirtschaft und Ernährung“. Als Ergänzung bieten die Malteser die Lern-einheiten „Palliativbegleitung“ und „Betreuen, begleiten und beschäftigen alter Menschen“ an.
Die Kursgebühren von 350 Euro pro Person beinhalten Mappe, Pflegebuch, Skripte, Erste Hilfe Kurs sowie den zusätzlichen Praxistag.
Für den Kurs, der am 27. Januar im Mehrgenerationenhaus St. Matthias, St.-Veit-Straße 14, in Mayen beginnt, können sich Interessierte bei den Maltesern anmelden: Manfred Hobbach, Malteser Hilfsdienst e.V., Tel.: 02637 / 9419036, Fax: 02637 / 950319, eMail: manfred.hobbach@malteser-bendorf.de |