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Wein, Humor und Gesundheit in AndernachCaritas-Stiftung bot unterhaltsamen und informativen Abend |
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![]() Der Vortrag von Dr. Klaus Schäfer bot „Historisches zum Wein in Andernach“. Die vielen Zuhörer genossen die Vorträge und die Weinprobe. 100 Zuhörerinnen und Zuhörer waren zum Abend „Wein & Gesundheit“ zugunsten der Caritas-Stiftung Rhein-Mosel-Ahr für Menschen in Not ins Pfarrheim Maria Himmelfahrt nach Andernach gekommen. Zur Weinprobe kredenzte Paul Roos vom Weingut Rudolf Roos & Söhne einen aus-gezeichneten Weißwein aus Leutesdorf und Rudolf Mies, Geschäftsführer der Winzer-genossenschaft Mayschoß-Altenahr, erfreute das Auditorium mit Sekt und einem prämierten Roten von der Ahr. Dr. Klaus Schäfer, Leiter des Stadtmuseums in Andernach, wusste auf sehr unterhaltsame Art „Historisches zum Wein in Andernach“ zu berichten. Eine etruskische Schnabelkanne aus dem Jahr 500 vor Christus, die in einem Grab in Eich gefunden wurde sowie ein in Andernach gefundener Siebheber – wahrscheinlich aus dem 1. Jahrhundert vor Christus – belegen den frühen Weingenuss in Andernach. Ob allerdings bereits die Kelten bzw. Gallier / Treverer vor den Römern Wein anbauten, ist unklar, doch werden sie den Rebensaft gekannt haben. Sicher ist, dass seit den Römern bis in die Neuzeit Wein in Andernach angebaut wurde. Und wie dieser „Krahnenberger“ geschmeckt hat, lässt der von Dr. Klaus Schäfer zitierte alte Spruch erahnen: „Bopparder Mädchen, Koblenzer Maß und Andernacher Wein verschandeln den ganzen Rhein.“ Möglicherweise war der Andernacher Wein aber besser als sein Ruf. |
Im Anschluss sprach Chefarzt a.D. Dr. Gerhard Kreuter aus Bad Neuenahr-Ahrweiler über die heilende und vorbeugende Wirkung von Wein aus medizinischer Sicht. Und tatsächlich brachte sein Vortrag „Wein & Gesundheit“ den Zuhörerinnen und Zuhörern die beruhigende Erkenntnis, dass Wein nicht nur schmeckt, sondern auch - moderat genossen - der Gesundheit dienlich sein kann. Die Diabetes-Ahrwein-Studie gemeinsam mit der Deutschen Weinakademie beispielsweise zeigt, dass medikamentös oder diätetisch gut eingestellte Diabetiker Typ 2 guten Gewissens täglich 0,3 Liter trockenen Rotwein trinken und damit ihre Lebensqualität verbessern können. „Darüber hinaus zeigte sich", so Dr. Kreuter, „dass der tägliche Genuss von 300 ml Ahr-Rotwein innerhalb von sechs Wochen das Risiko an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erkranken um 10 Prozent absenkt.“ Gleichzeitig warnte Dr. Kreuter vor exzessivem Weingenuss, der zu Sucht, Fettleber und einem frühen Tod führt, eine Problematik, mit der sich die Sucht-beratungsstellen der Caritas in der täglichen Arbeit auseinandersetzen. „Jedes Ding kann ein Gift sein. Allein die Menge macht, dass ein Gift kein Gift ist“, zitierte Dr. Gerhard Kreuter den berühmten mittelalterlichen Arzt Paracelsus und erklärte: „Moderater Weingenuss verhilft zu einem längeren und besseren Leben.“ Diese These untermauert eine eigene Studie gemeinsam mit der Universität Köln, die bei Diabetikern Typ 2 eine Verbesserung der Blut-gefäßstruktur und der Durchblutung feststellte. Eberhard Thomas Müller, Pressereferent des Caritasverbandes, führte launig-spritzige durch den Abend und erfreute u.a. mit seinem Kabinettstückchen vom „Vinologen“. Pfarrer Helmut Schmidt, Vorsitzender des Stiftungs-Kuratoriums, und Irmgard Hillesheim, verantwortlich für das Caritas-Stiftungswesen, erreichten mit dem Abend das Ziel, die Caritas-Stiftung für Menschen in Not noch bekannter zu machen. Diese verfolgt den Zweck, die Arbeit des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. zu fördern und zu unterstützen, um damit im Sinne der christlichen Nächstenliebe Menschen in Notlagen zur Seite zu stehen. Die Stiftung unterstützt mit ihren Erträgen bedürftige Personen, fördert die Gesundheits-, Familien-, Alten- und Jugendhilfe, setzt sich für behinderte und psychisch kranke Menschen ein oder hilft beispielsweise Flüchtlingen sowie Migrantinnen und Migranten. So konnten aus den Erträgen und Spenden bereits das Caritas-Projekt IN TERRA der psychosozialen Fachstelle für Flüchtlinge u. das Caritas-Projekt „Kunststücke – Künstlerisches Gestalten für Menschen mit Demenz“ unterstützt werden. Dabei unterstrich Pfarrer Schmidt, wie dringend notwendig die Stiftung für den Caritasverband insgesamt ist, denn „die meisten Dienste werden zwischen 20 und 100 Prozent aus Kirchensteuermitteln finanziert, die uns allmählich wegbrechen. Der Staat springt nicht ein. Unsere nachhaltige Arbeit muss aber auch in Zukunft möglich sein. Und dazu werden uns ohne die Stiftung die Finanzmittel fehlen.“ Nähere Infos zur Stiftung erhalten Sie von Irmgard Hillesheim, Telefon: 0 26 32 / 25 02-0, eMail: stiftung@caritas-rhein-mosel-ahr.de |
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