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Erich-Kästner-Schule „anders? – cool!“Wanderausstellung mit Migrationshintergrund gastierte in Bad Neuenahr-Ahrweiler |
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![]() Das Foto zeigt Eva Pestemer (links), die beim ersten Rundgang die Ausstellung erklärt. Eine Woche lang gastierte in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Wanderausstellung „anders? – cool!“ der Bundesarbeitsgemeinschaft Ev. Jugendsozialarbeit (BAG ESJA). Barbara Lohmer, Rektorin der Erich-Kästner-Schule, freute sich, dass die interessante, multimediale Ausstellung gerade an ihrer Schule gezeigt wurde. Ihr Dank galt Ruth Fischer, Sonja Lauterbach, Eva Pestemer und Anna Ziegler vom Jugendmigrationsdienst Rhein-Mosel-Ahr, die diese bedeutende, bundesweit gezeigte Ausstellung an die Ahr geholt hatten. Der erste Beigeordnete der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler, Guido Orthen, überbrachte die Grüße von Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Tappe und nahm den Titel der Ausstellung unter die Lupe: ‚„anders? – cool!’, das hat mir gut gefallen. ‚Anders’ bedeutet für viele fremd, bedeutet für viele Angst. Ich sage: ‚anders’ kann auch neugierig machen. Und das machen Sie mit dieser Ausstellung. Auf Augenhöhe aufeinander zugehen von Mensch zu Mensch, denn wir können alle voneinander lernen.“ So sollen die Bilder und Texte Einheimische ermutigen, auf die Zugewanderten zuzugehen. Dabei weist die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanzierte Ausstellung hier in Ahrweiler auch regionale Bezüge auf. |
Larisa und Tabita aus Rumänien, Serj aus dem Libanon, Igor aus Kasachstan, Elizabeth und Hadi aus dem Iran hatten bei einem fünftägigen Workshop mit dem Jugendmigrationsdienst (JMD) das Konzept um Text- und Bildtafeln sowie eine interaktive Komponente ergänzt. Eine computeranimierte Präsentation zeigte, wie sich Sätze wie „Guten Morgen“ oder „Ich liebe Dich“ in Arabisch, Aserbaidschan, Deutsch, Persisch, Rumänisch oder Russisch anhören. Um mehr Verständnis für Zugewanderte warben die Schautafeln, auf denen schicksalhafte Berichte zu finden waren. Hadi, der bei der Vernissage in Bad Neuenahr-Ahrweiler selbst zugegen war, hatte sich in seinem Heimatland Iran für Gleichberechtigung und freie Meinungsäußerung eingesetzt und musste fliehen. In Deutschland angekommen, stieß Hadi auf weitere Hürden, durfte aufgrund seiner Duldung keinen Integrationskurs zum Erlernen der deutschen Sprache besuchen. Auch arbeiten war ihm nur für kurze Zeit erlaubt. Dabei würde er gerne etwas tun, denn Hadi „will kein Geld vom Staat.“ Die Ausstellung ist anders, cool, indem sie authentische Bilder und Texte, elektronische Medien – Musikbeispiele, Sprachbeispiele und interaktive Elemente miteinander verbindet und damit vor allem Jugendliche anspricht. Auch der Film „KussKuss – Dein Glück gehört mir!“, der während der Woche in Kooperation mit dem Kreisausländerbeirat und der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler in der Erich-Kästner-Schule gezeigt wurde, diente dazu, Brücken zu bauen. Und dies geht nur durch Respekt und Toleranz. Die Ausstellung „anders? – cool!“ hatte vom 21. bis 25. September 2009 insgesamt 312 Besucher. Sie wurde im Rahmen der Jahreskampagne der Caritas in Deutschland „Soziale Manieren für eine bessere Gesellschaft“, der Interkulturellen Woche 2009 „Misch mit“ und der bundesweiten Woche des bürgerschaftlichen Engagements in Bad Neuenahr-Ahrweiler präsentiert. |
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