Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

 

 
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Interessen der älteren Generation ins Blickfeld gerückt

Forum Altenarbeit Bad Neuenahr feierte 10. Jubiläum im Pfarrheim St. Pius

         
 

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Mit der Gründung des Forums Altenarbeit vor zehn Jahren setzten sich Ambulante Pflege- und Servicedienste, Alten- und Pflegeheime, Betreutes Wohnen, Kirchengemeinden, Kommunale Einrichtungen, Selbsthilfegruppen und Senioreninitiativen an einen Tisch, um gemeinsam zum Wohl alter Menschen zu wirken.

Der Beigeordnete Rudi Fricke überbrachte zum Jubiläum die Glückwünsche der Stadt und erinnerte an die erfreuliche Entwicklung: „Anfangs gab es Bedenken bei Politikern und in der Verwaltung“, doch kam es „mit den Jahren zu einem guten Miteinander. Das Forum Altenarbeit war und ist erfolgreich.“ Dass es wesentlich zur Förderung der Kooperationen im Stadtgebiet beigetragen hat, unterstrich auch Manfred Wistuba, Vorsitzender des Seniorenbeirats, und dankte herzlich den Initiatoren des Forums Altenarbeit: „Frau Steinich und Pfarrer Bach, das sind die eigentlichen Initiatoren!“

Mit dem Forum Altenarbeit haben sich die Kontakte der 42 Organisationen untereinander verbessert. „Außerdem galt es, nach neuen Angeboten für Menschen in der dritten Lebensphase zu suchen“, so Katharina Steinich von der Leitstelle Demenz. Mit einem Aufgabenbündel ging man 1999 an die Sache heran: Transparente Gestaltung der Arbeit, Erfahrungs- und Informationsaustausch und vor allem die Berücksichtigung der Interessen alter Menschen. Viermal jährlich trifft sich das Forum Altenarbeit, sodass im ersten Jahrzehnt insgesamt 40 Gesprächsrunden stattfanden. Pfarrer Friedemann Bach, Evangelische Kirchengemeinde Bad Neuenahr: „Anfangs ging es darum, das Informationsbedürfnis der Organisationen zu stillen. Und es wurden alle Einrichtungen und Institutionen – Altenheime, Familienbildungsstätte, Pflegedienste usw. – besucht, sodass man sich von der Entwicklung der Infrastruktur in Bad Neuenahr ein umfassendes Bild machen konnte.“

 

Schwerpunkte des Forums waren die medizinisch-pflegerische Versorgung, das Betreuungswesen, Sozialgesetzgebung und Kriminalprävention. Arbeits- und Projekt-gruppen vertieften den Sachstand. Entstanden sind die Projektgruppen Seniorenbeirat, Armut und „Aktion Mahlzeit“, Veranstaltungskalender gemeinsam im Internet und die Projektgruppe Wohnen.

Inhalte wie Barrierefreiheit, Öffentlicher Personennahverkehr sowie Bildungs- und Kulturarbeit kamen ebenfalls zur Sprache und wurden mit Politikern des Stadtrats und Experten intensiv behandelt. Pfarrer Bach: „Wir waren kein Entscheidungsgremium, wichtig war der Austausch. Was wir aber als Kreis von 42 Teilnehmern überdenken, ist auch für andere bedenkenswert.“

Die Notwendigkeit eines Seniorenbeirats, der schließlich im Jahr 2001 gegründet wurde, hatte das Gremium ebenso festgestellt. Die vom Forum initiierten Theateraufführungen lockten zahlreiche Zuschauerrinnen und Zuschauer. Absolutes Highlight war im Oktober 2005 die Veranstaltung „Alter hat Zukunft“ mit der ehemaligen Bundesministerin Prof. Dr. Ursula Lehr im Wohnstift Augustinum.

Katharina Steinich sieht das Forum Altenarbeit auf einem guten Weg: „Es wird auch in Zukunft darum gehen, die Bedarfe und Wünsche der älteren Bevölkerung zu erkennen, das bürgerschaftliche Engagement und die Teilhabe der älteren Generation zu fördern sowie die Kooperationen auszubauen und den Hilfemix von Profis und Ehrenamt zu fördern.“ Außerdem nannte Steinich als weitere Ziele, das Wohnen zu Hause und das „neue Wohnen“ zu stärken.

Den anschließenden Vortrag hielt Rechtsanwalt Guido Steinke von der Bundesgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) in Bonn zum Thema „Wie sicher ist mein Geld?“ Dabei gab der Referent zahlreiche Tipps. Die Tochtergesellschaft der BAGSO testet Dienstleister, so auch die Angebote von Geldinstituten und veröffentlich regelmäßig Verbraucherempfehlungen.