Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

 

 
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Ferienfreizeit der Multi-Kulti-Kids erleichtert Integration

Ehrenamtliche als wichtige Ansprechpartner sorgten in Pirmasens für Abwechslung

         
 

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Bereits seit 1993 gibt es in der hiesigen Region die Kinder- und Jugendgruppe  Multi-Kulti-Kids, die vom Migrationsdienst des Caritasverbandes Rhein-Mosel-Ahr e.V. getragen wird und sich mit freizeitpädagogischen Maßnahmen um Flüchtlingskinder und einheimische Kinder und Jugendliche in den Landkreisen Mayen-Koblenz und Cochem-Zell kümmert. Beispielhaft dafür sind regelmäßig stattfindende HipHop- und Breakdance-Workshops und die im Sommer stattfindende Ferienfreizeit.

Viele Flüchtlingskinder haben dabei trotz ihres jungen Alters traumatisierende Kriegs- und Gewalterlebnisse mit im Lebensgepäck. Und die erste Zeit in Deutschland, wenn oftmals noch Abschiebung droht, gibt das Gefühl, nicht willkommen zu sein.

Im August hatten die Multi-Kulti-Kids nun ihre diesjährige, zehntägige Ferienfreizeit in Pirmasens, an der 23 Kinder teilnahmen. Begleitet wurde die Maßnahme von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Caritas. Absolutes Highlight für die Multi-Kulti-Kids war das Mitmachmuseum „Dynamikum“ in Pirmasens, das unterhaltsam und spannend Naturgesetze vermittelt. Beim Wipfelpfad begeisterte vor allem die Rutsche. Außerdem wurde gemeinsam gebastelt und im Freien gespielt. „Zweimal besuchten wir auch ein Schwimmbad. Wir hatten Kinder dabei, die noch nie ein Schwimmbad gesehen hatten“, resümiert die ehrenamtliche Helferin Yvonne Krämer. „In Pirmasens haben sie alltägliche Dinge kennen gelernt. Ein strukturierter Tagesablauf gab Halt und Orientierung. „Auch das Gruppenverhalten fällt ihnen jetzt leichter. Einem neunjährigen Jungen, er ist erst vier Monate in Deutschland und vor den Unruhen in Tschetschenien geflüchtet, konnten wir die Angst vor seinem ersten Schultag nehmen und haben insgesamt das Selbstbewusstsein der Mädchen und Jungen gestärkt“, so Helferin Jana Hoffmann.

 

Viel Spaß machte auch das gemeinsame internationale Kochen, bei dem die Kinder ihre Lieblingsspeisen aus ihren Heimatländern kochen durften. Interessante und leckere Sachen wie iranisches Kotelett, russischer Pfannekuchen, Nau Penjerehe – dahinter verbirgt sich persisches Ölgebäck – oder aber deutscher Nudelauflauf kamen dabei auf den Tisch, ein internationales Büfett, dass auch Helferin Nicole Schied beeindruckte: „Große Klasse! Überhaupt war das Kochen für die Kinder ein ganz tolles Erlebnis. Sie spürten, dass sie angenommen werden und auch wir etwas von ihnen lernen können.“

Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bauten ein Vertrauensverhältnis zu den Mädchen und Jungen auf, sodass sich die Kinder auch innerlich verbal öffnen konnten.  „Es gab viel Gesprächsbedarf. Da ist einiges, was die Kinder auch heute belastet“, so Yvonne Krämer: „In Einzelgesprächen erzählten die Kinder zum Beispiel, was sie früher an Traumatisierendem erlebt haben. Es gab aber auch  unheimlich viel Freude - und Lachen ist eine wichtige Ressource.“

Die Not sehen und handeln ist das Motto der Helferinnen und Helfer, die glücklich und ebenfalls beschenkt aus der Ferienfreizeit nach Hause zurückkehrten. Matthias Biegler sprach der Helfergruppe aus der Seele: „Ich nehme unheimlich viel mit, denn die Kinder geben so viel Dankbarkeit zurück!“

Caritas-Mitarbeiter Markus Göpfert, Leiter des Migrationsdienstes Mayen, bedankte sich bei seinen engagierten Helferinnen und Helfern, „denn ohne Ehrenamt wären die Multi-Kulti-Kids nicht möglich.“ Die Ehrenamtlichen bleiben  als Vertrauenspersonen wichtige Ansprechpartner für die Mädchen und Jungen. Sie holen sie zu den nun weiter stattfindenden Tanztrainings ab und kümmern sich mit rund um die Organisation.  Bei den Tanztrainings wird das Team durch zwei professionelle Tanztrainer aus Köln und durch Imran Haliti, Break-Dancer aus Mayen, unterstützt.