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Zwölf Frauen wollen es wissenBesser Deutsch lernen, qualifizieren, beruflich orientieren |
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![]() Sie kommen aus 10 verschiedenen Ländern und Kulturen. Jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte. Doch die 12 Frauen im Berufs-integrationsprojekt (BIP) haben ein gemein-sames Ziel: Sie möchten besser Deutsch lernen, sich qualifizieren, beruflich orientieren und so in ein erfolgreiches Berufsleben starten. Mit dem Berufsintegrationsprojekt richtet sich der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. an junge Frauen mit Migrationshintergrund, die kein Arbeitslosengeld II beziehen. Gefördert vom Ministerium für Bildung, Frauen und Jugend, Rheinland-Pfalz und dem Europäischen Sozialfonds (ESF), ist das BIP eine sinnvolle Ergänzung zu den Integrationskursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Über ein Jahr hinweg trafen sich die Frauen aus Andernach, Mayen, dem Maifeld und Mendig vormittags am Taubenberg in Mayen, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Mit Rücksicht auf die teil-nehmenden Mütter und ihre Familien pausiert das BIP während der Schulferien und an schulfreien Tagen. Die einjährige Maßnahme legt jedoch nicht nur großen Wert auf das systematische Erlernen der deutschen Grammatik. „Die Teilnehmerinnen haben auch erfolgreich eine EDV-Schulung unter Leitung von Claudia Hoffmann vom Informations- und Technologieclub Mayen e.V. absolviert und wir bieten eine pflegerische oder wahlweise hauswirtschaftliche Qualifizierung. Den Schwerpunkt legen wir auf die berufliche Orientierung, die sowohl im Unterricht als auch durch Praktika erfolgt,“ erklärt Renate Böhm, Diplom-Sozialarbeiterin beim Caritasverband, das breite Spektrum der Maßnahme. |
Dank Unterstützung ortsansässiger Firmen konnte den teilnehmenden Frauen gleich nach Abschluss der EDV-Schulung ein dreiwöchiges Praktikum in verschiedenen Berufsfeldern vermittelt werden, unter anderem in der Altenpflege, im pädagogischen Bereich, in einer Werbeagentur und im Verkauf. Die Firmen verhelfen den jungen Frauen so zu ersten Kenntnissen im Arbeitsmarkt und leisten zudem einen großen Beitrag zur interkulturellen Integration ausländischer Mitbürgerinnen. Bei der Anerkennung ihrer Qualifikationen aus dem Heimatland erhalten die Teilnehmerinnen ebenfalls Unterstützung. Denn trotz guter Zeugnisse und langjähriger Tätigkeit, beispiels-weise als Lehrerin oder Informatikerin, werden die im Heimatland erworbenen Abschlüsse in Deutschland nicht einfach anerkannt, sodass der Weg auf den deutschen Arbeitsmarkt vielfach versperrt bleibt. „Außerdem gehen wir auf Wunschthemen ein. Gibt es beispielsweise zu Hause Erziehungsprobleme, laden wir eine Heilpädagogin ein. Bis zur Abschlussprüfung besprechen wir auch Fragen der Renten- und Sozialversicherung, der Kindererziehung, der Einbürgerung und des Gesundheitswesens“, so Beate Schäper, Diplom-Sozialpädagogin beim Caritasverband. Auf die jetzt im Juli stattfindende Prüfung, bestehend aus einem Grammatiktest, freuen sich die zwölf jungen Frauen. Endlich bietet sich ihnen die Gelegenheit, Sprachniveau-zertifikate der Stufen A2 bis B2 zu erwerben. Mit diesen Zertifikaten, die elementare Sprachverwendung auf fortgeschrittenem Anfängerniveau bis hin zur selbständigen Sprachverwendung auf mittlerem Niveau bescheinigen, sind die schwersten Steine beim Berufseinstieg aus dem Weg geräumt. Der nächste BIP-Kurs findet in Andernach statt. Nähere Details zur Maßnahme werden recht-zeitig bekannt gegeben. Weitere Informationen zum BIP: Sonja Lauterbach, Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. im Mehrgenerationenhaus St. Matthias in Mayen, St.-Veit-Straße 14; Telefon: 0 26 51 / 98 69-146 |
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