Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

 

 
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Zweite Chance für Schulverweigerer

Caritasverband startet in Mayen Koordinierungsstelle für Schülerinnen und Schüler

         
 

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Das Foto zeigt (von links): Salinda Stüber, Tina Heidger, Andrea Krämer und Werner Steffens.

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In einer Auftaktveranstaltung hat jetzt der Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V. im Mehr-generationenhaus St. Matthias in Mayen die neue Koordinierungsstelle „Schulverweigerung - Die 2. Chance“ vorgestellt. Werner Steffens, Geschäftsführer der Caritas-Geschäftsstelle Mayen, begrüßte Vertreter von Polizei, Schulen und Sozialarbeit im vollbesetzten Café Cati.

Schätzungsweise 300 Kinder gehören im Bereich Andernach-Mayen zu der Gruppe, die ihre Schulpflicht nicht ernst genug nehmen. Mit der Festsstellung, dass „alle Bevölkerungs-schichten davon betroffen sind“, machte Marianne Morgenschweiß, stellvertretende Geschäftsführerin der ARGE Mayen-Koblenz, deutlich, wie sehr das Problem der Schul-verweigerer alle bürgerlichen Gruppen angeht. Und Marianne Morgenschweiß verwies auf die Kompetenzagentur, die als wichtiger Netzwerk-partner den Übergang Schule - Beruf erleichtert.

Die Caritas-Mitarbeiterinnen Andrea Krämer und Salinda Stüber vom Fachdienst „Ambulante Hilfen zur Erziehung“ ihrerseits werden sich mit Projekt „Die 2. Chance Schulverweigerung“ für etwas jüngere Schülerinnen und Schülern der Klassen 6 bis 8 einsetzen und wollen dabei das bestehende Partner-Netzwerk im Kreis Mayen-Koblenz in ihre Arbeit einbinden.

Auch ein Schuldirektor begrüßte beim Talk in Mayen die Initiative und schilderte die Prob-lematik aus seiner Sicht: „Schulverweigerung beginnt teilweise schon in der Grundschulzeit. Oft ist es für uns als Lehrer sehr schwierig, Schulverweigerer in die Schule zu bekommen. Die Gründe sind so diffizil, dass wir dankbar sind, endlich eine Hilfe zu haben, denn für andere Programme sind diese Schüler noch nicht alt genug. Deshalb bin ich froh, dass es diese Stelle gibt.“ 

 

So existiert jetzt auch neben der Kompetenz-agentur – die für die 9. und 10. Klasse  zu-ständig ist –  mit dem Caritas-Projekt „Schul-verweigerung - Die 2. Chance“ im Falle  jüngerer Schulschwänzer der Klassen 6 bis 8 ein Ansprechpartner. Die Caritas-Mitarbeiter-innen wollen Schülern und Schülerinnen der Hautschule in den Bereichen  Andernach, Mayen und Maifeld helfen, die durch unent-schuldigte Fehlstunden sowie durch Stören oder anteilnahmloses Dasitzen im Unterricht auffallen.

„15 Schüler könnten wir übernehmen“, so Salinda Stüber, die die Ziele des Projekts umriss: „Es geht darum, Schüler in den Schulalltag zu re-integrieren und die Zahl der Schulabbrüche zu senken.“ Als Kernaufgaben nannte Andrea Krämer die Begleitung der Schüler sowie die Elternarbeit. Da vielen Eltern die Schulpflicht ihrer Kinder nicht bewusst ist, sie aufgrund eigener Schulerlebnisse gegen-über allem, was mit Schule zu tun hat, eine Blockadehaltung entwickeln oder denen die eigenen Kinder einfach egal sind, werden die beiden Caritas-Mitarbeiterinnen allgemeine Informationsabende sowie Präventionsarbeit anbieten und mit Lehrern, Schulleitern, den Teilnehmern des Netzwerks und natürlich mit dem caritaseigenen Jugendmigrationsdienst eng zusammen arbeiten. „Sie können uns gerne konkret anfragen, eine Aufgabe zu übernehmen“, warb Andrea Krämer bei den Zuhörerinnen und Zuhörern für das Schul-verweigerungs-Projekt. Und es war am Ende der Veranstaltung klar, dass sich der Termin-kalender in den nächsten Tagen und Wochen weiter füllen wird.

Finanziert wird das Projekt „Schulverweigerung - Die 2. Chance“ aus Geldern der ARGE Mayen-Koblenz, der Stadt Ander­-nach, Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie aus Eigenmitteln des Caritasverbandes. Infos über das Projekt gibt es unter: 0 26 51 / 98 69-153