Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

 

 
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Caritas Andernach machte fit im Betreuungsrecht

Zertifikate an 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer überreicht

         
 

Ein rechtlicher Betreuer hat weder die Aufgabe, jemanden körperlich zu pflegen noch ihn sozial zu betreuen. Was ein rechtlicher Betreuer tatsächlich zu tun hat, haben jetzt 19 Kursteilnehmer/innen im Bischof-Bernhard-Stein-Haus, Caritas Andernach, an vier Abenden erfahren. Unter der Anleitung von Claudia Götz, Diplom-Sozialarbeiterin und Vereinsbetreuerin beim Caritasverband, erlernten die Frauen und Männer, wie sie in Fragen der Gesundheitsfürsorge, beim Umgang mit Behörden, in der Vermögens-verwaltung, bei Wohnungsangelegenheiten oder bei der Aufenthaltsbestimmung helfen können.

Es sind die alltäglichen Dinge des Lebens – wie Briefe an Behörden oder organisatorische Angelegenheiten – die bei der Betreuung alter, kranker oder behinderter Menschen im Vordergrund stehen. Doch vor allem eignete sich die Gruppe das juristische Einmaleins des Betreuungsrechtes für diese schwierige Aufgabe an. „Für mich hat die rechtliche Situation ein klareres Bild ergeben. Ich war mir nicht bewusst, welche Tragweite eine Betreuung haben kann,“ resümierte eine Teilnehmerin am Ende der Veranstaltungs-reihe. Und eine anderer Besucher des Kurses, der bereits seit zwei Jahren als Betreuer tätig ist, sagte: „In der Zeitung hatte ich von diesem Seminar erfahren. Es erleichtert die Aufgabe sehr, sich differenzierter informiert zu haben, ich bin froh, dieses Angebot wahrgenommen zu haben.“

 

Betreuer, die von außen zu einer Person kommen, müssen viel Sensibilität mitbringen und immer wieder versuchen, sich in den betreuten Menschen hinein zu versetzen, um so seine Bedürfnisse besser berücksichtigen zu können, so Margret Marxen-Ney, Dienststellen-leiterin der Caritas Andernach: „Es gibt nichts, was es nicht gibt. Im Team tauschen wir uns aus, wie wir im Sinne des Betreuten reagieren können. Die persönlichen Lebenssituationen der Betroffenen sind vielfältig, fordern uns heraus und bringen uns immer zu der Frage, wie wir am besten im Sinne des Betreuten handeln.“

Margret Marxen-Ney dankte Mitarbeiterin Claudia Götz und überreichte die Zertifikate an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Märzkurses. „Ich bin richtig gerne hierhin gekommen. Ganz toll, wie Sie den trockenen Stoff spannend mit Leben gefüllt haben“, sprach eine Teilnehmerin mit dem Lob gegenüber Claudia Götz der ganzen Gruppe aus der Seele.

Claudia Götz ihrerseits bedankte sich bei der Gruppe und wies dabei auf den regelmäßigen Erfahrungsaustausch für ehrenamtliche Be-treuer und auf themenorientierte Informations-veranstaltungen – z.B. zur Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Betreuungsverfügung – hin.

„Wir bleiben ihre Ansprechpartner“, betonte Claudia Götz, denn der Betreuungsverein des Caritasverbandes berät die ehrenamtlichen Betreuer bei der Ausführung ihres Amtes und hilft interessierten Menschen bei der Vermittlung einer ehrenamtlichen Betreuung. Außerdem warb die Caritas-Mitarbeiterin für eine Mitgliedschaft im Betreuungsverein, die bei der Übernahme einer ehrenamtlichen Betreuung kostenlos ist.

Eine Kurseinheit ist abgeschlossen, doch die nächste zum Thema Betreuungsrecht folgt bestimmt. Alle, die sich als rechtliche Betreuerin oder rechtlicher Betreuer engagieren wollen, können sich mit Claudia Götz bei der Caritas Andernach in Verbindung setzen; Telefon:  0 26 32 / 25 02-0