Irmgard Laug

— „Caritäterin“ aus Überzeugung

Irmgard Laug ist eine Überzeugungs-Caritäterin: „Caritas bedeutet für mich, für andere Menschen da zu sein und ein offenes Ohr für andere zu haben.“ An eine Begegnung mit einer über 80jährigen Frau muss sie sich immer wieder erinnern: „Die Frau war alleine gekommen, sie war alt und blind.“ Jemand hatte die Seniorin von Russland nach Deutschland geholt, sich aber anschließend nicht um sie gekümmert. In ihrer Einsamkeit verweigerte die Frau die Nahrungsaufnahme. „So geht das nicht“, dachte sich Irmgard Laug und brachte ihr persönlich das Essen. „Aber sie ließ den Mund zu und wollte nicht essen. ‚Jetzt mach ich die Banane auf und sie versuchen mal ein kleines Stück‘, sagte ich zu ihr.“ Und die Frau probierte ein kleines Stück Banane. „Schwesterchen, Schwesterchen, so was Gutes habe ich noch nie gegessen. Das müssen wir uns teilen“, meinte die alte Dame voller Begeisterung. „Die essen Sie alleine, ich habe in meinem Leben schon viele Bananen gegessen“, entgegnete Irmgard Laug, berührt von dieser Reaktion. „Die Frau war ganz schwach. Toll, dass sie so reagiert hat.“ Irmgard Laug ist als hauptamtliche Mitarbeiterin in den Jahren 1990 bis 2000 mit der Caritas vertraut. Vielen Menschen begegnete sie, vielen Menschen konnte sie helfen. Legendär ist das Übergangswohnheim für Aussiedler, An Sagnesmühle 7 in Mayen. Aber auch im Alten Krankenhaus von Mayen gab es 45 Plätze, in Wanderath 90 Plätze. Insgesamt 8.058 Menschen konnte der Caritasverband bis zum Jahr 2005 in seinen 10 Übergangswohnheimen integrieren. Irmgard Laug nennt das Jahr 1990, als zahlreiche DDR-Bürger in die alte Bundesrepublik kamen. Auch die vielen Aus- siedler aus Osteuropa, die seit 1989 in den Westen ausreisten, bedeuteten eine Herausforderung. Im Übergangswohnheim An Sagnesmühle war es u.a. ihre Auf- gabe, den Menschen das zubereitete Essen warm zu machen. Schon lange ist Irmgard Laug im Ruhestand, doch im Unruhestand engagiert sie sich ehrenamtlich jetzt schon seit 10 Jahren in der Caritas-Sozialstation Mayen / Vordereifel beim Entlastungsdienst EVA für verwirrte Menschen und Angehörige.

 

 

 Weitere „Gesichter der Caritas“

Irmgard Laug

— „Caritäterin“ aus Überzeugung

Irmgard Laug ist eine Überzeugungs- Caritäterin: „Caritas bedeutet für mich, für andere Menschen da zu sein und ein offenes Ohr für andere zu haben.“ An eine Begegnung mit einer über 80jährigen Frau muss sie sich immer wieder erinnern: „Die Frau war alleine gekommen, sie war alt und blind.“ Jemand hatte die Seniorin von Russland nach Deutschland geholt, sich aber anschließend nicht um sie gekümmert. In ihrer Einsamkeit verweigerte die Frau die Nahrungsaufnahme. „So geht das nicht“, dachte sich Irmgard Laug und brachte ihr persönlich das Essen. „Aber sie ließ den Mund zu und wollte nicht essen. ‚Jetzt mach ich die Banane auf und sie versuchen mal ein kleines Stück‘, sagte ich zu ihr.“ Und die Frau probierte ein kleines Stück Banane. „Schwesterchen, Schwesterchen, so was Gutes habe ich noch nie gegessen. Das müssen wir uns teilen“, meinte die alte Dame voller Begeisterung. „Die essen Sie alleine, ich habe in meinem Leben schon viele Bananen gegessen“, entgegnete Irmgard Laug, berührt von dieser Reaktion. „Die Frau war ganz schwach. Toll, dass sie so reagiert hat.“ Irmgard Laug ist als hauptamtliche Mit- arbeiterin in den Jahren 1990 bis 2000 mit der Caritas vertraut. Vielen Menschen begegnete sie, vielen Menschen konnte sie helfen. Legendär ist das Übergangswohn- heim für Aussiedler, An Sagnesmühle 7 in Mayen. Aber auch im Alten Krankenhaus von Mayen gab es 45 Plätze, in Wanderath 90 Plätze. Insgesamt 8.058 Menschen konnte der Caritasverband bis zum Jahr 2005 in seinen 10 Übergangswohnheimen integrieren. Irmgard Laug nennt das Jahr 1990, als zahlreiche DDR-Bürger in die alte Bundesrepublik kamen. Auch die vielen Aus- siedler aus Osteuropa, die seit 1989 in den Westen ausreisten, bedeuteten eine Herausforderung. Im Übergangswohnheim An Sagnesmühle war es u.a. ihre Aufgabe, den Menschen das zubereitete Essen warm zu machen. Schon lange ist Irmgard Laug im Ruhestand, doch im Unruhestand engagiert sie sich ehrenamtlich jetzt schon seit 10 Jahren in der Caritas-Sozialstation Mayen / Vordereifel beim Entlastungsdienst EVA für verwirrte Menschen und Angehörige.

 

 

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